Navigations- und Ladezwischenstopp-Funktionsprobleme

Navigations- und Ladezwischenstopp-Funktionsprobleme

Viele Volkswagen-ID.3-Besitzer stoßen auf ein ärgerliches Problem: Die Navigationsfunktion zeigt bei längeren Fahrten keine automatischen Ladezwischenstopps an. Fehlermeldungen und unzuverlässige Routenplanung machen es besonders schwierig, eine Strecke mit Schnellladestopps zu planen. Softwareupdates bringen zwar Verbesserungen, sie lösen das Problem jedoch nur schrittweise. Vorerst musst du noch regelmäßig selbst eingreifen. Lies weiter und finde heraus, warum das passiert und was du dagegen tun kannst.

Warum bleiben automatische Ladezwischenstopps aus?

Das Navigationssystem des ID.3 ist so konzipiert, dass es automatisch Ladezwischenstopps hinzufügt, wenn dein Akku auf einer langen Fahrt leer zu werden droht. In der Praxis funktioniert diese Funktion jedoch längst nicht immer. Das System stützt sich auf GPS, mobile Internetverbindung und lokal gespeicherte Kartendaten. Manchmal hakt eines dieser Elemente. Dann fehlen die Ladezwischenstopps einfach in deiner Route.

Das Problem liegt häufig in der Kombination aus schwachen GPS-Signalen und gestörter Internetverbindung. Das Navigationssystem kann dann nicht mehr in Echtzeit ermitteln, wo sich die nächstgelegenen Schnelllader befinden. Auch Cache-Daten (temporär gespeicherte Navigationsdaten) spielen regelmäßig eine Rolle. Diese veralteten Daten blockieren das Laden neuer Kartendaten. Dadurch kann das System nicht mehr berechnen, wo du laden musst.

Einige Besitzer berichten von einem auffälligen Effekt: Nach bestimmten Softwareupdates funktioniert die Funktion teilweise sogar schlechter statt besser. Fehlermeldungen erscheinen ohne erkennbaren Grund. Bekannte Schnellladestationen werden plötzlich nicht mehr erkannt. Das sorgt vor allem auf weniger bekannten Routen für Unsicherheit und Stress.

„So stehst du am Ende nicht vor einer geschlossenen oder defekten Ladesäule.“

Ladezwischenstopps im ID.3 manuell hinzufügen

Deine Navigation plant keine Ladezwischenstopps automatisch? Dann kannst du sie manuell einfügen. Gehe zum Navigationsbildschirm und suche über die Suchfunktion nach einer bestimmten Ladestation. Gib den Namen oder die Adresse ein und füge sie als Zwischenstopp zu deiner Route hinzu. Das System berechnet anschließend deine Route mit dem Ladepunkt neu.

Beachte, dass du diesen Vorgang bei längeren Fahrten für mehrere Stopps wiederholen musst. Plane frühzeitig, welche Ladestationen du nutzen möchtest. Wähle eine Ladestation aus und prüfe über externe Apps oder Websites, ob die Schnellladestation tatsächlich verfügbar und in Betrieb ist. So stehst du am Ende nicht vor einer geschlossenen oder defekten Ladesäule.

Viele Besitzer gehen wie folgt vor und geben Ladezwischenstopps manuell ein:

  • Bestimme dein Endziel und gib es im Navigationssystem ein
  • Berechne, wie viele Ladezwischenstopps du benötigst. Achte dabei auf deine verbleibende Reichweite
  • Suche über die Suchfunktion nach Schnellladestationen entlang deiner Route
  • Füge jede Ladestation in chronologischer Reihenfolge als Zwischenstopp hinzu
  • Prüfe die gesamte Fahrzeit und die angepasste Route
Volkswagen ID.3 Volkswagen ID.3

Bessere Navigations-Apps als Übergangslösung

Das eingebaute Navigationssystem des ID.3 versagt manchmal einfach. Zum Glück bieten externe Navigations-Apps oft eine zuverlässigere Alternative. Apps wie A Better Route Planner und Chargemap (Routenplaner-Apps für Elektroautos) sind speziell auf das elektrische Fahren ausgerichtet. Sie enthalten umfangreiche Informationen zu Schnellladestopps. Diese Apps verfügen über aktuelle Daten zu Ladestationen, Verfügbarkeit und Ladegeschwindigkeit.

A Better Route Planner berechnet automatisch, wie viele Ladezwischenstopps du benötigst. Die App errechnet außerdem, wie lange du an jedem Stopp laden musst. Sie berücksichtigt dein Fahrverhalten, und auch Wetterbedingungen spielen eine Rolle. Schließlich fließen auch Verkehrsdichte und Staus in die Berechnung ein. Du erhältst einen realistischeren Routenplan. Das Standard-System des ID.3 bietet oft weniger präzise Planungen.

Chargemap zeigt die Verfügbarkeit von Ladesäulen in Echtzeit an. Du siehst sofort, welche belegt oder frei sind. Nutzer können Bewertungen abgeben, in denen sie den Zustand der Ladestationen beschreiben. Auch ihre Erfahrungen mit der Funktionsweise werden geteilt. So weißt du im Voraus, wo das Laden gut funktioniert – und wo nicht. Beide Apps kannst du mit deinem Smartphone verbinden und über Apple CarPlay oder Android Auto (Smartphone-Spiegelsysteme fürs Auto) im Fahrzeug anzeigen lassen.

Achtung: Diese Apps nutzen deine Mobilfunkverbindung. Sorge für ein ausreichend großes Datenvolumen oder eine stabile Hotspot-Verbindung. So läufst du unterwegs nicht plötzlich ohne Navigation weiter.

Routenplanung zu Schnellladestationen bleibt problematisch

Das ID.3-System filtert Schnellladestationen nicht sauber. Das ist ein wiederkehrendes Problem. Das Navigationssystem zeigt manchmal Ladepunkte an, die für unterwegs zu langsam laden, etwa AC-Lader mit 11 kW (langsame Wechselstromlader). Für Langstreckenfahrten möchtest du dagegen Schnelllader mit mindestens 50 kW nutzen. Diese Auswahl trifft das System längst nicht immer automatisch.

Auch die Prognose deiner verbleibenden Reichweite liegt regelmäßig daneben. Das System berücksichtigt zu wenig unterschiedliche Faktoren. Hohe Geschwindigkeit spielt eine Rolle, ebenso Wind. Auch die Temperatur hat Einfluss. Die Navigation schlägt Ladezwischenstopps vor, die zu weit entfernt sind. Manchmal empfiehlt das System hingegen Stopps, die unnötig nahe liegen. Das führt zu ineffizienter Planung und unnötigen Ladepausen.

Manche Besitzer stellen zudem eine Einschränkung fest: Das System zeigt nur bekannte Ladenetzwerke wie Ionity oder Fastned (große Anbieter von Schnellladestationen in Europa) an. Kleinere Anbieter tauchen in den Suchergebnissen nicht auf, selbst wenn sie Schnelllader anbieten. Das schränkt deine Auswahl ein und kann zu Umwegen führen.

„Sie kehren jedoch regelmäßig wieder.“

Navigationsfehler in deinem ID.3 erkennen

Du fragst dich vielleicht, ob dein Navigationssystem tatsächlich Fehler macht. Es gibt einige Anzeichen, die auf Probleme mit der Navigation und der Ladezwischenstopp-Funktion hinweisen. Achte auf weiße oder eingefrorene Bildschirme, die beim Eingeben eines Ziels erscheinen. Das deutet häufig auf einen Systemfehler oder beschädigte Daten hin.

Fehlermeldungen wie „Keine Verbindung verfügbar“ oder „Kartendaten nicht geladen“ sind klare Hinweise. Auch das plötzliche Verschwinden bekannter Ladestationen aus deinen Suchergebnissen ist ein Signal, dass etwas nicht stimmt. Wenn deine Route auf einmal unlogische Umleitungen anzeigt, ohne dass viel Verkehr herrscht, kann dies ebenfalls auf einen Navigationsfehler hindeuten.

Manchmal bleibt der Bildschirm an einer Stelle hängen. Die Route wird nicht weiter berechnet, und auch die voraussichtliche Ankunftszeit springt hin und her. Es gibt keine klare Ursache für diese Abweichungen. Solche Symptome verschwinden oft nach einem Neustart des Infotainmentsystems. Allerdings treten sie regelmäßig wieder auf.

Volkswagen ID.3 Volkswagen ID.3

Praktische Schritte zur Problemlösung

Beginne mit einem einfachen Neustart deines Infotainmentsystems. Parke das Auto sicher und halte beide Tasten am Lenkrad etwa zehn Sekunden lang gedrückt. Der Bildschirm startet neu. Dadurch werden vorübergehende Softwarefehler und festgefahrene Prozesse häufig behoben.

Überprüfe anschließend deine Internetverbindung. Öffne die Einstellungen und schau nach, ob dein Auto mit mobilem Internet oder WLAN verbunden ist. Setze die Verbindung bei Bedarf zurück. Suche dir nach Möglichkeit einen Ort mit starkem Signal, um Kartendaten erneut zu laden.

Lösche den Navigations-Cache. Öffne das Einstellungsmenü, wechsle zum Bereich Fahrzeug und wähle anschließend Software. Dadurch werden veraltete Kartendaten entfernt. Das System wird gezwungen, neue Daten herunterzuladen. Je nach Internetgeschwindigkeit kann das einige Minuten dauern.

Die Probleme bestehen weiter? Dann versuche diese Schritte nacheinander:

  • Prüfe, ob ein Softwareupdate verfügbar ist, und installiere es über WLAN
  • Teste den GPS-Empfang, indem du in ein offenes Gebiet ohne Bebauung oder Bäume fährst
  • Stelle die Werkseinstellungen als letzte Option wieder her. Erstelle vorher ein Backup deiner persönlichen Daten
  • Das Problem tritt innerhalb von 100 Kilometern nach der Auslieferung wiederholt auf? Nimm dann Kontakt mit dem Händler auf

Softwareupdates bieten langfristig die beste Lösung. Volkswagen bringt regelmäßig neue Updates heraus. Diese verringern Navigations- und Ladezwischenstopp-Fehler. Halte dein System aktuell und installiere Updates direkt, sobald sie verfügbar sind. Parke dafür in Reichweite einer stabilen WLAN-Verbindung und stelle sicher, dass dein Akku ausreichend geladen ist.

Probleme auf langen Fahrten vermeiden

Wenn du eine längere Strecke zurücklegst, solltest du deine Route immer im Voraus planen. Nutze externe Apps, um Ladezwischenstopps zu prüfen, und vergleiche diese mit den Vorschlägen des ID.3-Systems. Teste deine Navigation kurz vor der Abfahrt. Gib eine kurze Testroute ein – so entdeckst du Probleme, bevor du unterwegs bist.

Sorge dafür, dass du immer eine Alternative zur Hand hast. Halte dein Smartphone geladen und installiere mindestens eine zuverlässige Navigations-App für Elektrofahrzeuge. Speichere wichtige Ladestationen in deinen Favoriten. So findest du sie schnell wieder, ohne die Suchfunktion nutzen zu müssen.

Fahre für Softwareupdates an einen Ort mit guter WLAN-Abdeckung. Plane genügend Zeit ein. Installiere Updates nicht unmittelbar vor einer langen Fahrt. Teste das System zunächst auf kurzen Strecken. So kannst du prüfen, ob das Update tatsächlich Verbesserungen bringt – oder ob es möglicherweise neue Probleme verursacht.

Auf der Website von Carnews findest du noch viele weitere Tipps. Dort liest du alles rund ums elektrische Fahren und typische Ladeprobleme. Außerdem gibt es Informationen zu Navigationssystemen in modernen Autos. Erfahre, welche Erfahrungen andere ID.3-Besitzer teilen und welche Lösungen für sie am besten funktionieren. Stöbere durch die Seite und bleib über die neuesten Entwicklungen rund um die Elektromobilität auf dem Laufenden.

Häufig gestellte Fragen

Die integrierte Navigation in Elektroautos ist grundsätzlich recht zuverlässig bei der Planung von Ladezwischenstopps, da sie Batteriestatus, Route und Verkehr berücksichtigt. In der Praxis treten jedoch regelmäßig Fehler durch GPS- und Verbindungsprobleme, beschädigte Cache-Daten oder Softwarebugs nach Updates auf. Dadurch können Ladeprognosen manchmal unrealistisch sein oder Ladeorte fehlen. Für lange Fahrten ist es daher sinnvoll, die automatische Planung zu nutzen, sie aber zu überprüfen und bei Bedarf manuell zu korrigieren.

Häufige Ärgernisse sind Karten, die nicht laden oder einfrieren, sodass die Ladezwischenstopp-Navigation während der Fahrt unbrauchbar wird. Auch ungenaue oder unrealistische Ladeempfehlungen – etwa durch GPS- oder Netzwerkprobleme – sorgen für Stress in Bezug auf die tatsächliche Reichweite. Softwarebugs nach Updates, durch die GPS oder Kameras ausfallen, machen die automatische Ladeplanung unzuverlässig. Zudem klagen Fahrer über unerwartete Neuberechnungen der Route oder fehlende Ladestationen, weshalb sie am Ende doch wieder manuell planen müssen.

Erfahrene E-Auto-Fahrer nutzen häufig externe Apps wie A Better Routeplanner (ABRP), Chargemap, PlugShare sowie Apps von Shell Recharge oder Ionity, um Ladezwischenstopps selbst zu planen und verlässlichere Prognosen zu erhalten. Sie kombinieren diese Apps mit der integrierten Navigation, indem sie zunächst in der externen App eine optimale Route und L-strategie festlegen und anschließend die gewählten Ladesäulen manuell im Fahrzeugsystem eintragen. Eine weitere Strategie ist das Fahren mit Sicherheitsreserven (zum Beispiel 10–20 % zusätzliche Puffer) und das bewusst frühere Einplanen von Ladepausen, als das Auto vorschlägt. Außerdem führen viele eigene Favoritenlisten oder Notizen mit verlässlichen Ladeorten und meiden Gebiete mit schlechter Netzabdeckung, in denen Echtzeitdaten das System durcheinanderbringen können.

Ungenaue Empfehlungen zu Ladezwischenstopps bringen die Planung durcheinander, weil du früher oder später laden musst als vorgesehen, wodurch sich Gesamtfahrzeit und Route schwerer einschätzen lassen. Das kann zu Reichweitenangst führen, da du dir weniger sicher bist, ob du die nächste Ladesäule erreichst. Fahrer fühlen sich dadurch weniger entspannt und müssen häufiger eigenständig nach alternativen Ladepunkten suchen. Auf längeren Strecken steigt so die mentale Belastung, weil du die Situation ständig überwachen und eingreifen musst.