Die Warnleuchte für den Reifendruck bleibt an, selbst wenn deine Reifen korrekt aufgepumpt sind. Das ist eine häufige Beschwerde beim Nissan Leaf. Das Reifendruckkontrollsystem (TPMS) registriert sehr schnell Druckverlust und verlangt regelmäßig einen Reset, was bei vielen Haltern für Frust sorgt. Außerdem stellt zu niedriger Reifendruck ein direktes Sicherheitsrisiko dar und verringert deine Reichweite. Lies weiter, um zu verstehen, warum das passiert und wie du es löst.
Wie das Reifendruckkontrollsystem (TPMS) im Nissan Leaf funktioniert
Das Tire Pressure Monitoring System überwacht den Reifendruck an allen vier Rädern. Sobald der Druck zu niedrig wird, erscheint eine Warnleuchte im Kombiinstrument. Das System zeigt über das Fahrzeugdisplay auch an, an welchem Rad das Problem auftritt. So kannst du schnell handeln, bevor ein Schaden entsteht.
Die Leuchte bleibt an, bis du die Reifen auf den empfohlenen kalten Reifendruck aufpumpst und schneller als 25 Kilometer pro Stunde fährst. Den empfohlenen Druck findest du auf dem Aufkleber an der Innenseite der Fahrertür. Bei den meisten Nissan-Leaf-Modellen liegt dieser Wert bei rund 36 PSI für alle vier Reifen.
„ Die Reifendrucksensoren (TPMS-Sensoren) enthalten Batterien, die nach fünf bis zehn Jahren leer sind. “
Warum die Warnleuchte an bleibt
Viele Halter erleben, dass die Leuchte an bleibt, auch nachdem die Reifen aufgepumpt wurden. Das weist häufig auf einen defekten Sensor hin. Die Reifendrucksensoren (TPMS-Sensoren) enthalten Batterien, die nach fünf bis zehn Jahren leer sind. Ein einziger ausgefallener Sensor kann eine allgemeine Warnung für alle Reifen auslösen, was es erschwert festzustellen, welcher Sensor das Problem verursacht.
Eine andere Ursache kann Störung durch äußere Einflüsse sein. Schneeketten, Schnee an den Rädern oder Metallfolie auf den Scheiben können die TPMS-Sensoren beeinträchtigen. Das führt zu Fehlwarnungen. Diese verschwinden wieder, sobald du die störenden Faktoren entfernst.

Schneller Druckabfall der Reifen bei Elektroautos
Beim Nissan Leaf scheint der Druckverlust manchmal schneller aufzutreten als bei Autos mit Verbrennungsmotor. Das liegt daran, dass Elektroautos durch das Batteriepaket schwerer sind. Das zusätzliche Gewicht sorgt für mehr Belastung der Reifen, wodurch kleine Undichtigkeiten schneller auffallen.
Außerdem wirkt sich der Reifendruck direkt auf deine Reichweite aus. Unterdruck in den Reifen erhöht den Rollwiderstand. Deine Batterie muss dann mehr leisten. Die Reichweite kann dadurch um fünf bis zehn Prozent sinken. Regelmäßige Kontrolle ist also nicht nur für die Sicherheit wichtig, sondern auch für deinen Geldbeutel.
Wie du das TPMS-System zurücksetzt
Nach dem Aufpumpen oder Wechseln deiner Reifen musst du das System manuell zurücksetzen. So gehst du bei Leaf-Modellen von 2013 bis 2020 vor:
- Stelle die Zündung auf Position 2. Starte das Auto nicht.
- Navigiere über die Lenkradtasten zu Menü und dann zu Einstellungen.
- Wähle TPMS und dann TPMS-Reset.
- Bestätige mehrmals mit Ja.
- Mache eine kurze Fahrt. Fahre schneller als 25 Kilometer pro Stunde.
Die Warnleuchte erlischt nach diesem Ablauf, wenn der Reifendruck korrekt ist. Bleibt sie an, hast du möglicherweise einen defekten Sensor, der ersetzt werden muss.
„ Der Austausch eines Sensors kostet in der Werkstatt etwa 280 Euro inklusive Neuprogrammierung. “
Defekte Sensoren aufspüren und austauschen
Wenn die Warnleuchte trotz korrektem Reifendruck und Reset an bleibt, ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass ein Sensor defekt ist. Du kannst die Sensordaten mit einem Diagnosescanner (OBD-II-Scanner) oder einer App wie Leaf Spy prüfen. Diese Werkzeuge zeigen an, welcher Sensor kein Signal mehr sendet.
Der Austausch eines Sensors kostet in der Werkstatt etwa 280 Euro inklusive Neuprogrammierung. Achte beim Kauf neuer Sensoren auf die Kompatibilität mit deinem Leaf-Modell. Manche Halter entscheiden sich für Universalsensoren, diese erfordern jedoch oft zusätzliche Programmierung.

Was tun bei TPMS-Warnungen während der Fahrt
Erhältst du während der Fahrt eine Warnung, halte bei der ersten sicheren Gelegenheit an. Prüfe zunächst, ob ein Reifen offensichtlich platt ist. Miss den genauen Druck mit einem Reifendruckprüfer. Pumpe bei Bedarf auf den empfohlenen Wert auf.
Fahre niemals mit Reifen mit zu niedrigem Druck weiter. Das kann zu dauerhaften Reifenschäden, höherem Energieverbrauch und einem erhöhten Aquaplaning-Risiko bei Nässe führen. Bei Elektroautos wie dem Leaf ist das besonders wichtig, weil deine Reichweite direkt abnimmt.
Praktische Tipps für Nissan-Leaf-Halter
Prüfe deinen Reifendruck monatlich im kalten Zustand. Das heißt, du misst, bevor du fährst oder mindestens drei Stunden nach der letzten Fahrt. Temperaturschwankungen beeinflussen den Druck. Passe den Reifendruck an wechselnde Witterungsbedingungen an. Im Winter kann eine Erhöhung um 0,2 bis 0,3 bar sinnvoll sein.
Behalte die Lebensdauer der TPMS-Sensoren im Blick. Bei Autos, die älter als zehn Jahre sind, ist ein Austausch oft nötig. Plane das vorausschauend ein, um Überraschungen zu vermeiden. Achte beim Wechsel zwischen Sommer- und Winterrädern darauf, dass beide Reifensätze mit funktionierenden Sensoren ausgerüstet sind.
Entferne im Winter Schnee von deinen Rädern, um Fehlmeldungen zu vermeiden. Verzichte außerdem auf Schneeketten, wenn sie nicht unbedingt erforderlich sind, da sie die Sensoren stören können.
„ Dieses Risiko ist zu groß, um es zu ignorieren, besonders mit Kindern an Bord oder auf langen Strecken. “
Zusammenhang zwischen Reifendruck und Sicherheit
Zu niedriger Reifendruck erhöht das Unfallrisiko. Bei plötzlichen Ausweichmanövern oder Notbremsungen reagieren Reifen mit Unterdruck weniger vorhersehbar. Der Bremsweg wird länger und die Fahrstabilität nimmt ab, insbesondere bei höheren Geschwindigkeiten.
Bei Kollisionen kann zu niedriger Reifendruck den Unterschied zwischen einem leichten Blechschaden und einem schweren Unfall ausmachen. Der Reifen kann einknicken oder von der Felge springen, was zum Kontrollverlust führt. Dieses Risiko ist zu groß, um es zu ignorieren, besonders mit Kindern an Bord oder auf langen Fahrten.

Häufige Probleme im Überblick
| Problem | Mögliche Ursache | Lösung |
| Warnleuchte blinkt | Leere Sensorbatterie | Mit Scanner prüfen und Sensor ersetzen |
| Warnung nach Reparatur | System nicht zurückgesetzt | Reset-Prozedur durchführen |
| Keine TPMS-Anzeige | Fehlendes System bei älteren Modellen | Manuell mit Druckmesser messen |
Wann du in die Werkstatt fahren solltest
Einige Probleme kannst du selbst lösen, aber es gibt Situationen, in denen du professionelle Hilfe benötigst. Fahre in eine Werkstatt, wenn die Warnmeldung nach mehreren Resets immer wieder erscheint. Das weist auf ein strukturelles Problem mit einem Sensor oder dem System selbst hin.
Auch bei schnellem Druckverlust ohne sichtbare Ursache ist eine Kontrolle erforderlich. Möglicherweise gibt es ein kleines Leck im Reifen oder Ventil, das du selbst nicht feststellen kannst. Eine Werkstatt verfügt über die nötige Ausrüstung, um dies genau zu testen.
Auf der Website von Carnews findest du noch viele weitere Informationen zur Wartung von Elektroautos, zu häufigen Problemen bei verschiedenen Modellen und praktische Tipps, wie du dein Auto in Topzustand hältst. Entdecke, welche anderen Nissan-Leaf-Probleme du vermeiden kannst und wie du die Lebensdauer deiner Batterie verlängerst.
Häufig gestellte Fragen
Das TPMS-System in einem Nissan Leaf nutzt Sensoren in jedem Rad, um den Reifendruck kontinuierlich zu messen, und zeigt für jedes Rad eine Warnung im Display an, wenn der Druck zu niedrig ist. Die Warnleuchte bleibt an, bis alle Reifen auf den vorgeschriebenen kalten Druck gebracht wurden und das Auto mit etwa mehr als 25 km/h gefahren ist. Bei einem Elektroauto wie dem Leaf ist korrekter Reifendruck besonders wichtig, da Unterdruck nicht nur Sicherheit und Reifenverschleiß beeinflusst, sondern auch die Reichweite um einige Prozent verringern kann. Störungen treten häufig durch leere Sensorbatterien nach mehreren Jahren, Schnee oder Schneeketten auf und lassen sich meist durch einen TPMS-Reset im Einstellungsmenü oder durch Austausch der Sensoren beheben.
Häufige TPMS-Probleme beim Nissan Leaf sind eine dauerhaft leuchtende oder blinkende Warnleuchte durch zu niedrigen Reifendruck, ein nicht zurückgesetztes System nach Reifenwechsel oder -reparatur sowie defekte Sensoren durch leere Batterien nach einigen Jahren. Prüfe zunächst immer den Reifendruck (kalt, gemäß Aufkleber in der Tür, oft etwa 36 PSI) und passe ihn an; nach Wartungsarbeiten kannst du über das Menü (Einstellungen > TPMS > TPMS-Reset) einen Reset durchführen und ein Stück fahren, bis die Leuchte erlischt. Bleibt die Leuchte trotz korrektem Druck und Reset dauerhaft an oder beginnt zu blinken, lass mit einem OBD-II-Scanner oder Leaf Spy prüfen, welcher Sensor kein Signal sendet, und tausche diesen aus. Achte im Winter auf Schnee rund um die Räder und den Einsatz von Schneeketten, da diese vorübergehende Fehlermeldungen verursachen können.
Korrekter Reifendruck, überwacht durch TPMS, reduziert den Rollwiderstand, wodurch die Reichweite deines Nissan Leaf um etwa 5–10 % steigen kann. Richtig aufgepumpte Reifen verschleißen gleichmäßiger und langsamer, was ihre Lebensdauer deutlich verlängert. TPMS hilft dir, schnell auf Druckverlust zu reagieren und dadurch sowohl übermäßigen Verschleiß als auch unnötigen Energieverbrauch zu vermeiden.
Bei einem Nissan Leaf kannst du nach einem Reifenwechsel zunächst alle Reifen im kalten Zustand auf den vorgeschriebenen Druck (siehe Aufkleber in der Tür) bringen und anschließend mindestens einige Kilometer mit mehr als ca. 25 km/h fahren, damit sich das System neu einlernen kann. Bei vielen Leaf-Modellen (ca. 2013–2020) kannst du im Fahrzeugmenü über die Lenkradtasten zu Menü > Einstellungen > TPMS > TPMS-Reset navigieren und den Reset bestätigen. Prüfe, ob die Warnleuchte nach einer kurzen Fahrt erlischt; falls nicht, kontrolliere den Reifendruck erneut. Bleibt die Leuchte trotz korrektem Druck und Reset an oder blinkt, ist wahrscheinlich ein Sensor defekt und ein Werkstattbesuch erforderlich.
Prüfe den Reifendruck monatlich im kalten Zustand und halte dich an den von Nissan empfohlenen Wert (siehe Aufkleber in der Türsäule). Entferne im Winter Schnee und Eis von den Rädern und vermeide, wo möglich, Schneeketten, um Störungen durch Sensorinterferenzen zu verhindern. Setze das TPMS nach Reifenwechsel oder -reparatur über das Menü zurück, damit die Warnleuchte korrekt arbeitet. Lass ältere Sensoren (5–10 Jahre) vorsorglich testen und bei Bedarf ersetzen, da leere Batterien häufig Störungen verursachen.





