BMW Z4

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# BMW Z4: ein Roadster, der nach Aufmerksamkeit verlangt

Der BMW Z4 verbindet sportlichen Fahrspaß mit offenem Fahren, hat aber auch seine Schwachstellen. Von Motorproblemen bis hin zu elektrischen Störungen: Verschiedene Z4-Generationen weisen spezifische Mängel auf, die für Besitzer richtig ins Geld gehen können. Wer einen Z4 in Erwägung zieht oder bereits fährt, sollte diese Probleme kennen. So vermeidest du unangenehme Überraschungen und hältst die Kosten im Rahmen.

Drei Generationen mit eigenem Charakter

Der BMW Z4 kam in drei verschiedenen Generationen auf den Markt. Die erste Generation (E85/E86, 2002-2008) kombinierte den Roadster mit einer Coupé-Variante. Diese Generation hatte ein markantes Design mit langer Motorhaube. Die zweite Generation (E89, 2009-2016) erhielt ein klappbares Hardtop-Dach. Das Erscheinungsbild wirkte erwachsener. Die jüngste Generation (G29, seit 2018) kehrte zum Stoffverdeck zurück. Diese Generation teilt sich die Technik mit dem Toyota Supra. Jede Generation hat ihr eigenes Motorenprogramm (die Palette der verfügbaren Motoren), ihre eigene Elektronik und ihre spezifischen Schwachstellen.

„ Autoprobleme bei BMW kommen regelmäßig vor, und der Z4 bildet da keine Ausnahme. “

Zuverlässigkeit: realistische Erwartungen

Der Z4 ist als sportlicher Roadster mit angenehmem Fahrverhalten bekannt, aber nicht als besonders wartungsfreundliches Modell. Autoprobleme bei BMW kommen regelmäßig vor, und der Z4 bildet da keine Ausnahme. Besitzer melden verschiedene technische Beschwerden, die von kleineren elektrischen Störungen bis hin zu kostspieligen Motorproblemen reichen. Die Zuverlässigkeit hängt stark von der Wartungshistorie und der Fahrweise ab. Ein gut gewarteter Z4 mit lückenloser Historie bietet mehr Sicherheit als ein Exemplar mit Lücken im Serviceheft.

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Motorprobleme je Typ

Der Sechszylinder-Benzinmotor weist verschiedene Schwachstellen auf. Vor allem der N52 (der frei saugende Reihensechszylinder ohne Turbo) und der N54 (der Sechszylinder mit zwei Turboladern) erfordern Aufmerksamkeit. Beim N54-Turbomotor treten Probleme mit der Hochdruckkraftstoffpumpe, den Wastegate-Steuerventilen (Ventile, die den Ladedruck regeln) und den Turboladern selbst auf. Besitzer melden Leistungsverlust, unrunden Leerlauf und Notlauf-Störungen. Der atmosphärische N52-Motor (die frei saugende Ausführung ohne Turbo) leidet unter undichten Ventildeckeln. Probleme mit der VANOS-Verstellung (dem System, das die Ventilsteuerzeiten variabel regelt) kommen regelmäßig vor. Auch Ölverlust an der Dichtung des Ölfiltergehäuses ist ein bekanntes Thema.

Die Vierzylindermotoren in neueren Modellen zeigen andere Anfangsprobleme (typische Schwächen zu Beginn der Lebensdauer). Der B48-Motor (der moderne Vierzylinder-Turbomotor) kann bei unzureichender Wartung Probleme mit der timing chain (Probleme mit der Steuerkette) entwickeln. Regelmäßige Ölwechsel sind bei diesem Motor noch wichtiger als bei den älteren Sechszylindern. Kühlmittelverluste treten bei verschiedenen Motortypen auf, oft durch gealterte Kunststoffteile im Kühlsystem.

Getriebeprobleme bei Schalt- und Automatikgetrieben

Das manuelle Schaltgetriebe gilt als zuverlässig. Verschleiß an den Synchronringen (den Ringen, die für sanftes Schalten sorgen) kommt bei intensiver Nutzung vor. Schaltprobleme entstehen mitunter durch eine verschlissene Kupplung oder Probleme mit der hydraulischen Kupplungsbetätigung. Undichtigkeiten im Kupplungszylinder führen zu schlechtem Schaltverhalten oder komplettem Ausfall.

Die Automatikgetriebe verlangen mehr Aufmerksamkeit. Die Sechsstufen-Automatik (ZF 6HP, das von ZF gebaute Sechsganggetriebe) aus der E89-Generation (die zweite Generation von 2009-2016) kann beim Schalten Rucke zeigen. Das Getriebe kann auch den Gangwechsel verweigern. Dies weist oft auf verschlissene Mechatronikmodule oder verschmutztes Getriebeöl hin. Die Achtstufen-Automatik im G29 (die jüngste Generation seit 2018) zeigt diese Probleme seltener, verlangt aber ebenfalls rechtzeitigen Ölwechsel. Achte darauf, dass das Getriebeöl gemäß Wartungsplan gewechselt wird, auch wenn BMW es gelegentlich als „lebenslang befüllt“ bezeichnet.

„ Die elektrische Servolenkung (EPS, das System, das die Lenkkräfte elektronisch unterstützt) weist in der E89-Generation (der zweiten Generation von 2009-2016) Softwareprobleme auf. “

Fahrwerk und Lenkung unter Druck

Das sportliche Fahrwerk des Z4 sorgt für ein präzises Fahrverhalten, erfordert aber regelmäßige Wartung. Die Gummilager in Querlenkern und Stabilisatorstreben verschleißen durch die straffe Abstimmung schneller. Besitzer bemerken dies an Klappergeräuschen auf Unebenheiten oder einem undefinierten Lenkgefühl. Die Stoßdämpfer können nach 80.000 bis 100.000 Kilometern an Wirkung verlieren, was zu schwammigem Fahrverhalten und reduzierter Straßenlage führt.

Die elektrische Servolenkung (EPS, das System, das die Lenkkräfte elektronisch unterstützt) weist in der E89-Generation (der zweiten Generation von 2009-2016) Softwareprobleme auf. Die Servolenkung kann ausfallen oder schwergängig werden, oft begleitet von einer Warnleuchte. Ein Software-Update behebt dies manchmal. In anderen Fällen ist der Austausch des EPS-Moduls (der elektronischen Steuereinheit der elektrischen Servolenkung) erforderlich. Prüfe beim Kauf, ob dieses Update durchgeführt wurde.

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Cabriodach: Mechanik mit Schwächen

Das Stoffverdeck im E85/E86 (der ersten Generation von 2002-2008) und G29 (der jüngsten Generation seit 2018) nutzt einen hydraulisch oder elektrisch betätigten Mechanismus. Dieser Mechanismus ist störanfällig. Sensoren, die die Dachposition überwachen, können Fehlermeldungen ausgeben, wodurch sich das Dach nicht mehr öffnen oder schließen lässt. Undichtigkeiten entstehen durch gealterte Dichtungen, vor allem rund um die Heckscheibe und die Dachkanten. Wasser im Kofferraum oder hinter den Sitzen weist darauf hin.

Das klappbare Hardtop im E89 bringt eigene Probleme mit sich. Der Mechanismus verwendet mehrere Scharniere und Motoren. Er benötigt eine sorgfältige Schmierung. Bei Vernachlässigung können Motoren festgehen oder Scharniere klemmen. Das Dach erzeugt dann knackende Geräusche. Es kann auch mitten im Öffnungs- oder Schließvorgang stehen bleiben. Fette alle beweglichen Teile regelmäßig und kontrolliere die Dichtungen auf Risse.

Elektronik und Sensoren mit Launen

Moderne Z4-Modelle verfügen über umfangreiche Elektronik. Diese Elektronik zeigt regelmäßig Störungen. Das iDrive-System (das zentrale Bedien- und Informationssystem von BMW) kann einfrieren oder träge reagieren, oft behoben durch ein Software-Update. Parksensoren schlagen fälschlich Alarm oder funktionieren wegen Korrosion oder Beschädigung nicht mehr. Die Rückfahrkamera kann trüb werden oder durch Feuchtigkeitsprobleme im Stecker ausfallen.

Probleme mit keyless entry (dem System, mit dem du das Auto ohne Schlüssel öffnen kannst) kommen in den neueren Generationen vor. Auch das Start-Stopp-System (das System, das den Motor bei Stillstand automatisch abschaltet) zeigt Störungen. Das Auto reagiert nicht auf den Schlüssel oder startet nicht, meist aufgrund einer schwachen Batterie im Schlüssel oder Störungen in den Antennenmodulen. Die Klimaanlage kann ausfallen. Heizung oder Klimatisierung funktionieren dann nicht mehr. Ursache sind häufig defekte Bedienmodule (die elektronischen Einheiten, die die Klimaregelung steuern) oder undichte Kühlmittelventile.

„ Eine kleine Rostblase unter dem Lack erfordert schnelles Handeln. “

Innenraum und Karosserie: Verschleiß und leichter Rost

Der Innenraum des Z4 zeigt an den üblichen Stellen Verschleiß. Der Fahrersitz nutzt sich ab, vor allem die Seitenwange und der Sitzbezug. Knarzgeräusche im Armaturenbrett treten durch thermische Ausdehnung von Kunststoffteilen auf. Die Mittelkonsole und das Türpanel können Klappergeräusche verursachen, meist durch zusätzliche Befestigungsclips zu beheben.

Die Karosserie (der Metallaufbau des Fahrzeugs) weist insbesondere bei älteren Exemplaren leichten Rostbefall auf. Kontrolliere Radläufe, Schweller und die Unterkante der Türen auf Rostbildung. Lackschäden durch Steinschlag an Motorhaube und Front sind aufgrund der niedrigen Fahrzeugfront üblich. Eine kleine Rostblase unter dem Lack erfordert schnelles Handeln. Sie kann sich schnell ausbreiten.

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Warnsignale, die du nicht ignorieren solltest

Bestimmte Symptome weisen auf beginnende Probleme hin, die sich schnell verschlimmern können. Achte auf folgende Signale:

  • Unruhige Leerlaufdrehzahl oder Vibrationen beim Starten deuten auf Probleme mit Zündspulen oder Zündkerzen hin
  • Leistungsverlust oder Limp Mode weist auf Störungen an Turbo, Kraftstoffpumpe oder Sensoren hin
  • Klopfgeräusche im Fahrwerk beim Durchfahren von Kurven oder über Bodenwellen
  • Rucke beim Schalten oder das Verweigern eines Gangs bei Automatikgetrieben
  • Warnleuchten für Servolenkung, ABS oder Motormanagement
  • Öllecks unter dem Auto nach dem Parken
  • Knarzende Geräusche beim Öffnen oder Schließen des Cabriodachs

Ignoriere diese Signale nicht. Eine frühzeitige Diagnose verhindert kostspielige Reparaturen.

Vorbeugende Wartung hält Probleme beherrschbar

Regelmäßige Wartung verringert das Risiko größerer Probleme. Wechsle das Motoröl jedes Jahr oder alle 15.000 Kilometer. Dies gilt auch, wenn BMW längere Intervalle vorgibt. So schützt du die VANOS-Verstellung und die timing chain (die Steuerkette, die die Nockenwelle antreibt) vor vorzeitigem Verschleiß. Lass das Getriebeöl (das Schmieröl im Getriebe) alle 60.000 Kilometer wechseln. Dies gilt unabhängig von der „lebenslang befüllt“-Behauptung.

Kontrolliere Kühlflüssigkeit und Bremsflüssigkeit jährlich und tausche sie gemäß Wartungsplan. Inspiziere die Gummilager im Fahrwerk und in der Lenkung jedes Jahr. Ersetze sie bei Rissen oder Aufquellen. Fette den Cabriodach-Mechanismus zweimal im Jahr mit einem geeigneten Schmiermittel. Halte die Wasserabläufe des Cabriodachs frei, um Wassereinbrüche zu vermeiden.

Software-Updates für das Motormanagement (die elektronische Steuerung des Motors) können viele Störungen verhindern. Auch Updates für die Getriebesteuerung (die elektronische Steuerung des Getriebes) sind wichtig. Lass diese in einer auf BMW spezialisierten Werkstatt durchführen. Verwende Qualitätskraftstoff und meide Kurzstrecken, bei denen der Motor nicht auf Betriebstemperatur kommt.

„ Die Kosten dafür stehen in keinem Verhältnis zu den Kosten versteckter Mängel. “

Kauftipps für einen gebrauchten Z4

Beim Kauf eines gebrauchten Z4 solltest du auf eine lückenlose Wartungshistorie bestehen. Prüfe, ob alle Rückrufaktionen (vom Hersteller angeordnete Reparaturen bei bekannten Sicherheitsrisiken) durchgeführt wurden. Kontrolliere außerdem, ob Software-Updates installiert sind. Teste das Cabriodach mehrfach auf korrekte Funktion und achte auf ungewöhnliche Geräusche. Überprüfe, ob die gesamte Elektronik funktioniert, einschließlich Sensoren, Beleuchtung und Infotainment.

Unternimm eine Probefahrt auf verschiedenen Straßenarten. Achte auf das Verhalten der Stoßdämpfer, das Lenkgefühl und die Schaltvorgänge des Getriebes. Hebe das Auto auf einer Bühne an. Kontrolliere auf Öllecks, Roststellen und Beschädigungen an der Unterseite. Erkundige dich nach dem Zustand der timing chain (der Steuerkette, die die Nockenwelle antreibt), insbesondere bei Vierzylindermotoren mit hoher Laufleistung.

Lass im Zweifel einen unabhängigen BMW-Spezialisten eine pre-purchase inspection (Kaufberatung mit ausführlicher Fahrzeugprüfung) durchführen. Die Kosten dafür stehen in keinem Verhältnis zu den Kosten versteckter Mängel. Meide Exemplare mit unvollständiger Historie oder unklarer Unfallschaden-Vergangenheit. Ein Z4 mit geringerer Laufleistung und vollständiger Dokumentation bietet mehr Sicherheit.

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Wissen macht den Unterschied

Der BMW Z4 bietet sportlichen Fahrspaß und offenes Fahren, verlangt aber Aufmerksamkeit und Pflege. Wenn du die häufigsten Probleme kennst und vorbeugend handelst, reduzierst du Reparaturkosten und verlängerst die Lebensdauer deines Roadsters. Besitzer, die in regelmäßige Wartung investieren und bei ersten Symptomen rechtzeitig eingreifen, haben länger Freude an ihrem Z4. Die Investition in eine pre-purchase inspection beim Kauf und konsequente vorbeugende Wartung zahlt sich in Zuverlässigkeit und Fahrfreude aus.