ID. Buzz mit langem Radstand hat Sicherheitsprobleme und begrenzte Reichweite

ID. Buzz mit langem Radstand hat Sicherheitsprobleme und begrenzte Reichweite

Der Volkswagen ID. Buzz mit langem Radstand und sieben Sitzen löst Platzprobleme, kämpft aber mit Sicherheitsfragen rund um die dritte Sitzreihe sowie mit Gewichtsthemen, die die Reichweite einschränken. Außerdem fehlen diesem Elektrobus die verschiebbaren Sitze, die der Multivan sehr wohl hat, was die praktische Alltagstauglichkeit beeinflusst. Bist du neugierig, ob diese Probleme wirklich ein Dealbreaker sind?

Warum hat der normale ID. Buzz Platzprobleme?

Der kurze Radstand des normalen Volkswagen ID. Buzz sorgt für begrenzten Kofferraum und eingeschränkte Beinfreiheit auf der Rückbank. Vor allem Familien merken das auf längeren Fahrten mit viel Gepäck. Der Elektrobus bietet zwar mit umgeklappten Sitzen ein großzügiges Ladevolumen, aber mit allen Sitzplätzen in Benutzung bleibt nur wenig Stauraum übrig. Für den Alltag mit fünf Personen und Koffern erfüllt die Standardversion die Erwartungen nicht immer.

Dieses Platzdefizit war für viele Käufer ein Grund, auf die LWB-Version zu warten. Sie versprach mit 25 Zentimetern zusätzlicher Länge und einer dritten Sitzreihe für maximal sieben Insassen die Lösung. Die Einführung dieser längeren Version verlief jedoch nicht ohne Probleme.

„ Die dritte Sitzreihe bietet zwar Platz für drei Personen, verfügt aber nur über zwei Sicherheitsgurte. “

Die dritte Sitzreihe erfüllt die Sicherheitsnormen nicht

Die LWB-Version mit sieben Sitzen hat ein merkwürdiges Sicherheitsproblem. Die dritte Sitzreihe bietet zwar Platz für drei Personen, verfügt aber nur über zwei Sicherheitsgurte. Das entspricht nicht den US-amerikanischen Sicherheitsnormen und erhöht das Verletzungsrisiko bei Unfällen. Volkswagen rüstet deshalb tausende Exemplare in den USA und Kanada nach, indem ungepolsterte Bereiche an der Sitzfläche ergänzt werden.

Dadurch wird die offizielle Sitzfläche kleiner, und der Bus erfüllt die Vorschriften zum Insassenschutz bei Kollisionen. Die Händler führen diese Anpassung kostenlos durch, es kommt jedoch kein zusätzlicher Gurt hinzu. Das bedeutet, dass die dritte Reihe praktisch gesehen weiterhin nur für zwei Personen mit Sicherheitsgurt geeignet ist – trotz der vorhandenen Breite.

Prüfe bei Import oder Gebrauchtkauf, ob die dritte Reihe bereits angepasst wurde. Teste vor dem Kauf immer die Beinfreiheit. Die zusätzlichen Zentimeter bieten mehr Komfort als die kurze Version, aber sorge dafür, dass Kinder immer einen Gurt haben, um die Sicherheit zu maximieren.

Volkswagen ID. Buzz

Das Gewicht drückt die Reichweite deutlich nach unten

Der lange Radstand bringt auch Gewichtsprobleme mit sich. Der LWB wiegt leer bereits mehr als 2.600 Kilogramm. Dieses hohe Gewicht reduziert die Reichweite erheblich und sorgt für eine starke Belastung des Antriebsstrangs. Bei voll beladenen Fahrten mit sieben Personen und Gepäck bemerkst du das deutlich am Energieverbrauch und an der Beschleunigung.

Volkswagen hat Pläne für eine Camper-Version wegen dieser Gewichtsprobleme aufgeschoben. Eine voll ausgestattete Camping-Ausführung würde mehr als 3.000 Kilogramm wiegen, was die praktische Nutzbarkeit weiter untergräbt. Der Hersteller sucht nach Möglichkeiten zur Gewichtsreduzierung, möglicherweise durch den Einsatz leichterer Batterietechnologie.

Nutzer berichten, dass der Raum beeindruckend ist. Mit umgeklappten Sitzen passen bis zu 2.500 Liter Gepäck in den Bus. Trotzdem spürt man das Gewicht beim Beladen und beim Beschleunigen. Für lange Reisen mit viel Gepäck ist der ID. Buzz LWB ideal, für den Stadtverkehr eignet sich das Auto jedoch weniger. Trotz eines kleinen Wendekreises bleibt das Parken in engen Parkhäusern schwierig.

Fehlende verschiebbare Sitze unterscheiden ID. Buzz und Multivan

Ein auffälliger Unterschied zum Volkswagen Multivan ist das Fehlen von verschiebbaren Sitzen im ID. Buzz. Der Multivan bietet dieses System, mit dem du den Innenraum flexibel an wechselnde Bedürfnisse anpassen kannst. Im Elektrobus sind die Sitze fix montiert, was die Konfigurationsmöglichkeiten einschränkt.

Dadurch ist der ID. Buzz für Nutzer weniger vielseitig, die regelmäßig zwischen Personen- und Warentransport wechseln. Du kannst die Sitze zwar umklappen, um zusätzlichen Laderaum zu schaffen, aber die festen Positionen lassen weniger Spielraum für individuelle Lösungen. Für Familien, die im Alltag zwischen Schulfahrten und Wochenendtrips mit viel Gepäck wechseln, ist das ein Nachteil.

Der flache Boden und die Schiebetüren erleichtern den Einstieg. Der Kofferraum bietet serienmäßig gut 1.100 Liter, was für die meisten Situationen ausreicht. Dennoch vermisst man die Flexibilität, die verschiebbare Sitze geboten hätten.

„ Die Entscheidung hängt oft von der persönlichen Vorliebe für Design und Markenbindung ab. “

Wie schneidet der ID. Buzz LWB im Vergleich zum Kia EV9 ab?

Der Kia EV9 ist ein direkter Konkurrent des ID. Buzz LWB im Segment der großen elektrischen Familienautos. Beide bieten sieben Sitzplätze, gehen das Thema aber unterschiedlich an. Der EV9 hat eine andere Karosserieform und kombiniert Platz mit SUV-Optik, während der ID. Buzz auf ein Retro-Busdesign setzt.

In puncto praktischer Raum bietet der Kia EV9 ebenfalls großzügige Sitz- und Kofferräume. Das Gewicht liegt in einem ähnlichen Bereich, was bedeutet, dass beide Modelle bei voll beladenen Fahrten mit Reichweiteneinbußen zu kämpfen haben. Der EV9 hat auf der dritten Reihe jedoch serienmäßig drei Gurte, was einen Sicherheitsvorteil gegenüber dem ID. Buzz darstellt.

Bei Technologie und Serienausstattung schneiden beide Autos gut ab. Der ID. Buzz Pure Limited startet bei 44.490 Euro und bietet Adaptive Cruise Control, LED-Beleuchtung, Zwei-Zonen-Klimaautomatik und Parksensoren. Der Kia EV9 liegt in einem vergleichbaren Preisbereich und bietet ähnliche Features. Die Entscheidung hängt oft von der persönlichen Vorliebe für Design und Markenbindung ab.

Praktische Tipps für Käufer eines ID. Buzz LWB

Möchtest du den ID. Buzz mit langem Radstand kaufen? Wähle dann die Pro-Version mit dem Siebensitzer-Paket für die beste Innenraumaufteilung. Nutze Apps für die Routenplanung mit Reichweitenkontrolle, um unangenehme Überraschungen unterwegs zu vermeiden. Lade regelmäßig an Schnellladesäulen, um den Gewichtseinfluss auf die Reichweite zu minimieren.

Teste die LWB-Verlängerung während einer Probefahrt mit deiner Familie. Prüfe, ob die zusätzlichen 25 Zentimeter Länge in deiner Situation wirklich ausreichend Raum bieten. Achte besonders auf die Beinfreiheit in der dritten Reihe, wenn du regelmäßig mit sieben Personen unterwegs bist. Klappe die dritte Reihe weg, wenn du sie nicht benötigst, um das maximale Ladevolumen zu nutzen. Das ist ideal für Hobbys wie Fahrradtransport oder Campingausrüstung.

Verfolge Rückrufaktionen über deinen Händler. Volkswagen behebt bekannte Probleme kostenlos, allerdings nur, wenn dein Auto für Updates registriert ist. Berücksichtige das Gewicht beim Verstauen schwerer Gegenstände. Der Bus kann viel transportieren, aber jedes zusätzliche Kilogramm geht zulasten der Reichweite.

  • Prüfe, ob die dritte Sitzreihe entsprechend den Sicherheitsnormen angepasst wurde
  • Plane Routen mit ausreichend Ladestopps bei voll beladenen Fahrten
  • Teste die Beinfreiheit auf allen Reihen während einer Probefahrt
  • Nutze den flachen Boden und die Schiebetüren für einfaches Beladen
  • Überlege, ob das Fehlen von verschiebbaren Sitzen in deiner Situation ein Problem ist

Ist der ID. Buzz LWB trotz der Probleme empfehlenswert?

Der lange Radstand löst Platzprobleme und bietet ein beeindruckendes Ladevolumen. Für Familien, die regelmäßig mit sieben Personen reisen und elektrisch fahren wollen, ist der ID. Buzz eine ernstzunehmende Option. Die Sicherheitsprobleme sind bekannt und werden von Volkswagen angegangen, auch wenn die Beschränkung auf zwei Gurte in der dritten Reihe bestehen bleibt.

Das hohe Gewicht erfordert allerdings Anpassungen beim Fahrstil und bei der Routenplanung. Stell dich auf häufigeres Laden als bei leichteren E-Autos ein. Das Fehlen verschiebbarer Sitze macht den Bus weniger flexibel als einige Konkurrenten, für feste Familienkonstellationen muss das jedoch kein Nachteil sein.

Vergleiche den ID. Buzz LWB immer mit Alternativen wie dem Kia EV9. Beide haben Stärken und Schwächen. Die Entscheidung hängt davon ab, wie du Design, Sicherheit und praktische Konfigurationsmöglichkeiten gewichtest. Eine ausführliche Probefahrt mit voller Besetzung vermittelt den besten Eindruck davon, was der Bus im Alltag leisten kann.

Auf der Website von Carnews findest du viele weitere Informationen zu elektrischen Familienautos, Modellvergleichen und praktischen Tipps zur Wartung. Entdecke, welcher Elektrobus oder SUV am besten zu deiner Situation passt, und bleib über die neuesten Entwicklungen in der Autobranche auf dem Laufenden.

Häufig gestellte Fragen

Autoliebhaber müssen akzeptieren, dass der längere Radstand und das höhere Gewicht zu geringerer Wendigkeit und einem weniger verspielten Fahrverhalten führen, besonders im Stadtverkehr und auf kurvigen Straßen. Das höhere Gewicht macht sich in einer langsameren Beschleunigung und einem weniger leichtfüßigen Fahrgefühl bemerkbar. Außerdem kann das hohe Gewicht sich nachteilig auf die Bremsleistung und die allgemeine Dynamik beim schnellen Spurwechsel auswirken.

Ja, die Zunahme von Gewicht und Größe des 7-sitzigen ID. Buzz hat in der Praxis einen deutlich negativen Effekt auf die Reichweite, vor allem bei voller Beladung. Das Leergewicht von über 2.600 kg begrenzt die effektive Reichweite, insbesondere bei Autobahntempo oder mit vielen Passagieren und viel Gepäck. Die Ladegeschwindigkeit selbst ändert sich durch das zusätzliche Gewicht nicht wesentlich, aber du musst häufiger laden, weil der Verbrauch höher liegt. In der Praxis bedeutet das mehr und etwas längere Ladestopps auf langen Strecken.

Ja, es gibt ergonomische und Zugänglichkeitsprobleme mit der dritten Sitzreihe, die die Benutzerfreundlichkeit für Erwachsene einschränken. Der Zugang zur dritten Reihe erfolgt hauptsächlich über die Schiebetüren und zwischen den Sitzen hindurch und ist recht eng, wodurch Ein- und Aussteigen für Erwachsene umständlich sein kann. Die Anpassung der dritten Reihe, um die Sicherheitsnormen zu erfüllen (mit verkleinerter offizieller Sitzfläche), reduziert zudem den tatsächlich nutzbaren Sitzbereich. Dadurch ist die dritte Reihe in der Praxis vor allem für Kinder oder kleinere Erwachsene komfortabel.

Die 7-sitzige Konfiguration erhöht die Flexibilität des Innenraums, weil du drei vollwertige Sitzreihen hast und die Sitze (insbesondere die dritte Reihe) umklappbar sind, um den Raum anders zu nutzen. Wenn alle sieben Sitzplätze belegt sind, bleibt weniger nutzbarer Kofferraum übrig als bei einer 5-sitzigen Konfiguration, aber immer noch genug für beispielsweise einige Koffer oder Wochenendgepäck. Der lange Radstand hilft, trotz der dritten Sitzreihe noch ein vernünftiges Kofferraumvolumen zu behalten. Dadurch ist das Auto vor allem flexibel, weil du zwischen maximaler Passagierkapazität und zusätzlichem Stauraum wählen kannst, indem du Sitze umklappst.

Es sind keine weit verbreiteten Softwarefehler oder technischen Kinderkrankheiten bekannt, die sich nachweislich ausschließlich auf die zusätzlichen Funktionen oder Sensoren der Version mit langem Radstand oder der 7‑Sitzer-Variante zurückführen lassen. Die wichtigsten bekannten Themen rund um LWB/7‑Sitzer betreffen vor allem die Sicherheit/Konstruktion der dritten Sitzreihe (Anzahl der Gurte und Anpassung der Sitzfläche) sowie das höhere Gewicht mit Auswirkungen auf die Reichweite, nicht aber spezielle LWB‑bezogene Software.