Störungen an Lenksäule und Lenkgetriebe sorgen für ein unangenehmes und manchmal gefährliches Fahrerlebnis. Eine elektrisch verstellbare Lenksäule, die gelegentlich ihren Dienst verweigert, oder eine Lenksäule, die beim Drehen des Lenkrads unerklärlich knarzt, beeinträchtigt nicht nur deinen Komfort, sondern auch deine Sicherheit. Diese Probleme treten regelmäßig bei modernen Autos mit elektrischer Servolenkung und verstellbaren Lenksäulen auf. Lies weiter und entdecke, welche Störungen auftreten können und was du dagegen tun kannst.
was sind die symptome von lenksäulen-störungen
Störungen an der Lenksäule und am Lenkgetriebe äußern sich auf verschiedene Weise. Das Lenkrad kann sich schwergängig anfühlen, besonders bei niedrigen Geschwindigkeiten oder direkt nach dem Starten. Manchmal hörst du ein deutliches Geräusch von der Servolenkungspumpe. Ein weiteres häufiges Symptom ist ein vibrierendes Lenkrad während der Fahrt. Dies kann mit knarzenden Geräuschen aus der Lenksäule beim Lenken einhergehen.
Bei manchen Autos, wie dem BMW X5, verriegelt die Lenksperre nicht richtig. Dann siehst du eine gelbe oder rote Warnlampe mit dem Hinweis, das Lenkrad hin und her zu bewegen. In diesem Fall springt das Auto oft nicht an. Die elektrisch verstellbare Lenksäule kann sich weigern, ein- oder auszufahren, wodurch sich eine komfortable Sitzposition nicht mehr einstellen lässt.
Ein schief stehendes Lenkrad ist ebenfalls ein bekanntes Anzeichen für eine Störung. Das tritt vor allem nach der Behebung eines früheren Fehlers im System auf. Das Lenkrad steht dann nicht mehr gerade, obwohl die Räder korrekt ausgerichtet sind. Bei Autos mit Active Front Steering erscheint regelmäßig die Meldung, dass das Lenkverhalten geändert wurde.
„ Elektrische Probleme stehen ganz oben auf der Liste. “
was verursacht diese störungen
Störungen an Lenksäule und Lenkgetriebe haben unterschiedliche Ursachen. Elektrische Probleme stehen ganz oben auf der Liste. Lose oder defekte Kabelverbindungen im Kabelbaum verursachen intermittierende Störungen. Manchmal sind Stecker vertauscht eingesteckt oder Steckverbindungen werden durch ständige Fahrvibrationen beschädigt.
Auch Sensor- und Modulfehler kommen häufig vor. Der Lenkwinkelsensor kann nach dem Abklemmen der Batterie oder einer Tiefentladung seine Kalibrierung verlieren. Elektrische Ventile oder Steuergeräte können defekt werden. Mechanischer Verschleiß an der Lenksäule, am Servolenkungssystem oder an der Pumpe spielt ebenfalls eine Rolle. In manchen Fällen verursachen externe Faktoren wie Marderbissspuren Schäden an Kabeln und Leitungen.
Softwarebedingte Probleme entstehen vor allem nach Wartungsarbeiten oder anderen Störungen am Fahrzeug. Der Lenkwinkelsensor muss dann neu initialisiert werden, um weiterhin korrekt zu funktionieren. Dies gilt besonders für Systeme mit elektrischer Servolenkung und Active Front Steering.

warum macht die lenksäule knarzende geräusche
Knarzende Geräusche aus der Lenksäule deuten häufig auf mechanischen Verschleiß hin. Im Inneren der Lenksäule befinden sich bewegliche Teile, die mit der Zeit verschleißen. Kunststoffgleitlager und Halter können austrocknen oder reißen. Das verursacht Knarzgeräusche, wenn du das Lenkrad drehst, vor allem im Stand oder bei niedrigen Geschwindigkeiten.
Eine lose Befestigung der Lenksäule kann ebenfalls Knarzgeräusche hervorrufen. Die Halterungen und Schrauben, die die Säule fixieren, können sich mit der Zeit durch Vibrationen lockern. Darüber hinaus kann ein beschädigter Lenkwinkelsensor oder ein schlecht verlegtes Kabel in der Säule Reibung und damit Geräusche verursachen. In schwereren Fällen weist das Knarzen auf einen Defekt im Verstellmechanismus der Lenksäule selbst hin.
wie gefährlich ist eine nicht funktionierende verstellbare lenksäule
Eine elektrisch verstellbare Lenksäule, die nicht funktioniert, stellt während der Fahrt nicht unmittelbar ein Sicherheitsrisiko dar. Du kannst grundsätzlich weiterfahren, aber die Lenksäule bleibt in ihrer aktuellen Position. Problematisch wird es, wenn diese Position für deine Statur oder deinen Fahrstil unbequem oder unsicher ist.
Die eigentliche Gefahr entsteht, wenn die Störung zusammen mit anderen Problemen am Lenkgetriebe auftritt. Fällt die Servolenkung aus, wird das Lenkrad extrem schwergängig. Das erschwert das Manövrieren und erhöht das Unfallrisiko, vor allem in Notsituationen. Eine Lenksperre, die sich während der Fahrt unerwartet aktiviert, ist lebensgefährlich. Zum Glück kommt das selten vor und eine Störung der Lenksperre tritt meist beim Starten auf.
Ignoriere rote Warnlampen im Kombiinstrument niemals. Sie weisen oft auf eine Störung hin, die die Fahrbarkeit direkt beeinflusst. Parke das Auto sicher und lass das Problem überprüfen, bevor du weiterfährst.
„ Lose Steckverbindungen verursachen intermittierende Störungen. “
wie diagnostizierst du probleme an der lenksäule
Beginne damit, alle Kabelanschlüsse rund um die Lenksäule und das Lenkgetriebe zu überprüfen. Lose Steckverbindungen verursachen intermittierende Störungen. Kontrolliere auch versteckte Anschlussstellen, die sich durch Vibrationen lösen können. Teste den Lenkwinkelsensor mit einem Diagnosegerät. Der Sensor muss 0 anzeigen, wenn das Lenkrad gerade steht, positive Werte beim Rechts- und negative Werte beim Linkseinschlag.
Ein OBD-Gerät oder ein professioneller Diagnosetester liest die Fehlercodes aus dem System aus. Diese Codes verweisen auf bestimmte Sensoren, Steuergeräte oder Stromkreise. Achte auf Codes, die auf den Lenkwinkelsensor, das Servolenkungs-Steuergerät oder Kommunikationsfehler zwischen Steuergeräten hinweisen. Fällt die Servolenkung aus oder vibriert das Lenkrad, versuche, den Stecker des Lenkgetriebes abzuziehen. Hören die Vibrationen auf, liegt das Problem am Sensor oder Stecker, nicht an der Pumpe.
Kontrolliere den Füllstand und die Farbe des Servolenkungsöls. Dunkles oder verunreinigtes Öl deutet auf Verschleiß der Pumpe oder auf Undichtigkeiten hin. Bei elektrischer Servolenkung gibt es kein Öl, dafür prüfst du Spannung und Stromstärke zur Lenkungsmotor-Einheit.

was kostet die reparatur von lenksäulen-störungen
Die Reparaturkosten variieren stark, je nach Ursache. Die Instandsetzung eines losen Steckers oder Kabels kostet zwischen 95 und 200 Euro. Dieser Betrag umfasst in der Regel das Prüfen und Instandsetzen der Verkabelung. Der Austausch eines Lenkwinkelsensors kostet etwa 200 Euro für das Bauteil plus Einbauzeit. Die Gesamtrechnung liegt dann bei 300 bis 400 Euro.
Ein defektes Steuergerät der Lenksäule oder ein defekter Verstellmechanismus ist teurer. Der Austausch der kompletten Lenksäule kostet schnell zwischen 800 und 1500 Euro, je nach Automarke und Modell. Bei manchen Herstellern übernimmt der Händler einen Teil der Kosten, wenn es sich um ein bekanntes Konstruktionsproblem handelt. Frage in der Werkstatt oder beim Händler danach.
Die softwareseitige Kalibrierung des Lenkwinkelsensors kann kostenlos sein, wenn du selbst über das passende Diagnosegerät, wie zum Beispiel INPA, verfügst. Beim Händler zahlst du dafür zwischen 50 und 150 Euro. Bedenke, dass Systeme mit Active Front Steering fast immer Händlergeräte für Programmierung und Kalibrierung erfordern.
kannst du lenksäulen-probleme selbst lösen
Einige Probleme an der Lenksäule kannst du selbst diagnostizieren und beheben. Das Prüfen loser Kabel und Steckverbindungen ist einfach und erfordert nur Grundwerkzeug. Auch das Neukalibrieren des Lenkwinkelsensors ist mit einem OBD-Gerät und geeigneter Software möglich. Solche Tools sind online erhältlich und kosten zwischen 50 und 200 Euro.
Der Austausch eines Lenkwinkelsensors erfordert mehr technisches Know-how. Du musst die Lenksäule teilweise zerlegen, um an den Sensor zu gelangen. Folge dabei einer Anleitung, die speziell für dein Automodell gilt. Ohne Erfahrung in der Fahrzeugtechnik ist es sinnvoller, diese Arbeit einem Fachmann zu überlassen.
Bei komplexeren Problemen wie defekten Steuergeräten, Servolenkungssystemen oder Active Front Steering ist professionelle Hilfe erforderlich. Diese Systeme verlangen nach spezieller Ausrüstung für Diagnose, Programmierung und Kalibrierung. Vermeide Bastelarbeiten an diesen Komponenten, da falsche Eingriffe die Sicherheit beeinträchtigen oder zu deutlich höheren Reparaturkosten führen können.
„ Frühzeitige Diagnose verhindert oft größere Schäden und höhere Kosten. “
wie vermeidest du lenksäulen-störungen
Regelmäßige Wartung hilft, viele Probleme mit der Lenksäule zu verhindern. Überprüfe die Batterie und deren Anschlüsse bei jedem Wartungstermin. Eine schwache Batterie verursacht Spannungsschwankungen, die Sensoren und Steuergeräte aus der Kalibrierung bringen. Kalibriere den Lenkwinkelsensor nach jedem Abklemmen oder Austausch der Batterie neu.
Schütze die Verkabelung vor äußeren Schäden. In waldreichen Gegenden oder bei im Freien geparkten Autos können Marder Kabel anfressen. Installiere ein Marderschutzmittel oder ein Ultraschall-Abwehrsystem. Prüfe den Kabelbaum regelmäßig auf Beschädigungen, besonders im Motorraum und rund um die Lenksäule.
Vermeide extreme Lenkeinschläge, vor allem im Stand. Das belastet Servolenkung und mechanische Bauteile unnötig. Wenn du eine Warnleuchte siehst oder ein verändertes Lenkverhalten bemerkst, lass das Fahrzeug zügig überprüfen. Frühzeitige Diagnose verhindert oft größere Schäden und höhere Kosten.

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häufig gestellte fragen
Frühe Anzeichen sind unter anderem, dass sich das Lenkrad schwerer drehen lässt als gewohnt, besonders bei niedrigen Geschwindigkeiten, oder dass du Vibrationen im Lenkrad spürst. Auch ein schief stehendes Lenkrad beim Geradeausfahren oder Meldungen im Kombiinstrument wie „Lenkverhalten geändert“ können auf ein Problem hinweisen. Hörbare Nebengeräusche (summend, quietschend oder knirschend) beim Lenken oder kurzzeitiger Ausfall der Servolenkung sind ebenfalls Alarmsignale. Lass bei diesen Symptomen Lenksäule und Lenkgetriebe umgehend professionell prüfen, um weitere Schäden und unsichere Fahrsituationen zu vermeiden.
Mit einer defekten Lenksäule oder einem defekten Lenkgetriebe weiterzufahren kann dazu führen, dass das Auto plötzlich sehr schwer lenkbar ist oder gar nicht mehr richtig reagiert, sodass der Fahrer die Kontrolle verlieren kann. Vibrationen oder ein Blockieren des Lenkrads können unerwartete Kursänderungen hervorrufen und Brems- und Ausweichmanöver erheblich erschweren. Außerdem kann eine defekte Lenksperre oder ein elektronischer Fehler bewirken, dass das Lenkrad blockiert oder nicht mehr richtig verriegelt. Das erhöht das Unfallrisiko, insbesondere bei höheren Geschwindigkeiten oder in Notsituationen.
Führe regelmäßig Wartungsarbeiten an Batterie, Verkabelung und Steckverbindungen rund um Lenksäule und Lenkgetriebe durch und lass nach jedem Batteriewechsel oder -abklemmen den Lenkwinkelsensor korrekt kalibrieren. Kontrolliere in regelmäßigen Abständen Servolenkungsöl, Pumpe und Spurstangenköpfe auf Undichtigkeiten und Verschleiß und beseitige Spiel sofort. Vermeide langes Lenken bis zum Anschlag (Lenkrad gegen den Anschlag halten) und fahre vorsichtig weiter, wenn Meldungen über geändertes Lenkverhalten erscheinen; lass das System so schnell wie möglich mit einem Diagnosegerät auslesen. Schütze Kabelbäume vor Schäden, zum Beispiel durch Marderschutz, wenn das Auto häufig draußen in natur- oder waldreichen Gegenden steht.
Häufige Reparaturen bei Störungen an Lenksäule und Lenkgetriebe sind der Austausch oder die Neukalibrierung des Lenkwinkelsensors, die Instandsetzung oder der Austausch von Kabelbäumen/Steckverbindungen und teilweise der Austausch oder das Programmieren des Lenksäulen-Steuergeräts oder der kompletten Lenksäule. Ebenfalls verbreitet sind das Wechseln des Servolenkungsöls sowie die Kontrolle bzw. der Austausch der Servolenkungspumpe. Im Durchschnitt liegen die Kosten für kleinere Arbeiten wie Sensor- oder Steckerreparaturen bei etwa 95 bis 200 €. Für den Austausch oder die Programmierung einer Lenksäule oder komplexe AFS-bezogene Reparaturen können die Kosten deutlich höher ausfallen.
Kleine Dinge wie das Geradeausstellen eines schiefen Lenkrads nach einem Reifenwechsel, das Prüfen von Kabeln auf lose Stecker oder eine Sichtkontrolle auf Schäden kannst du selbst durchführen, sofern du die richtigen Informationen und Grundwerkzeug hast. Anhaltend schwere Lenkung, starke Vibrationen im Lenkrad oder Warnmeldungen im Kombiinstrument zu Lenkung/Servolenkung erfordern jedoch immer eine Diagnose mit professioneller Ausrüstung. Bei Störungen an Systemen wie elektrischer Servolenkung oder Active Front Steering (AFS) musst du unbedingt einen Fachmann einschalten, da falsche Eingriffe die Lenkung unsicher machen können. Wenn das Auto nur noch schwer oder gar nicht mehr lenkbar ist oder wenn Lenksperre oder Startsystem ihren Dienst verweigern, solltest du nicht weiter selbst experimentieren, sondern das Fahrzeug sofort zu einem Spezialisten bringen.
Störungen im Lenkgetriebe – etwa Spiel in der Lenkung, ein vibrierendes oder schiefes Lenkrad und unvorhersehbare Servounterstützung – verringern die Präzision, mit der das Auto auf Lenkbefehle reagiert. Bei sportlicher Fahrweise bemerkst du das als verzögerte oder ungleichmäßige Reaktion, wodurch es schwieriger wird, die gewählte Linie exakt zu halten und schnell zu korrigieren. Zusätzliches Spiel oder wechselnde Lenkunterstützung untergraben das Vertrauen in das Fahrzeug, besonders bei hohen Kurvengeschwindigkeiten oder plötzlichen Ausweichmanövern. Schwere Störungen (z. B. Ausfall der Servolenkung oder Fehler in aktiven Lenksystemen) können zu abruptem, unvorhersehbarem Lenkverhalten führen und dadurch Sicherheit und Fahrspaß direkt beeinträchtigen.





